EMX-Runde in Hyvinkäa gestaltet sich schwierig

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Zur Fortführung der Europameisterschaft EMX250 ging es für Henry Jacobi vom KTM Sarholz Racing Team zur sechsten Runde zum Grand Prix von Finnland. Um eine optimale Anreise zu haben, reiste man gleich vom Grand Prix in Schweden die gut tausend Kilometer ins skandinavische Nachbarland zum Austragungsort nach Hyvinkäa. In den Wäldern Finnlands, knapp sechzig Kilometer von der Hauptstadt Helsinki entfernt, wartete eine anspruchsvolle Sandstrecke auf die Nachwuchselite des europäischen Kontinents. Bei sommerlichen Temperaturen ging es bereits am Samstagmorgen in die gewohnte Kombination aus freiem und Zeittraining. Aufgrund des breitgefächerten Rahmenprogramms, es wurden in Finnland zu den beiden Grand Prix Klassen gleich vier EMX-Klassen ausgetragen, hatte man die Startplätze auf fünfzig Teilnehmer limitiert und diese fanden sich am Samstagmorgen gemeinsam in einer Trainings- bzw. Qualifikationsgruppe auf der Strecke wieder. Im dicht gedrängten Betrieb tat sich der, für den MSC Teutschenthal startende, Sarholz-Youngster nicht leicht und am Ende stand Startplatz achtzehn zu Buche.

„Das ist nicht wirklich optimal, aber ich versuche in den Rennen das Beste daraus zu machen“, so der Vorsatz.

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Dieser Vorsatz war gleich beim Start zum ersten Wertungslauf am späten Samstagnachmittag zunichte gemacht. Einige Piloten stürzten gleich in der ersten Kurve und verwickelten den Bad Sulzaer mit ins Geschehen. Über die Streckenbegrenzung nach außen gedrückt, fand er sich am Ende des Feldes wieder und musst sich auf eine Aufholjagd begeben. Aus Runde eins kam er dann bereits auf Rang zweiunddreißig und arbeitete sich im Laufe der Renndistanz weiter nach vorne. Als die Zielflagge fiel, hatte er Rang achtzehn erreicht und so drei weitere EM-Zähler auf der Habenseite.

„Es gab keinerlei Ausweichmöglichkeit, es ging blitzschnell und ich war neben der Strecke. Dazu hat irgendjemand meinen Knöchel ganz schön malträtiert, aber ich beiße auf die Zähne.“

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Der Start zum zweiten Wertungslauf am Sonntagvormittag verlief viel besser und zwischenzeitlich leuchtete die Startnummer 29 auf Rang zehn. Zur Rennmitte musste Jacobi allerdings etwas zurückstecken, wurde letztendlich als Siebzehnter abgewinkt und erreichte so Rang neunzehn in der Tageswertung.

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„Als ich auf Rang zehn lag, habe ich eine falsche Entscheidung getroffen. Ich wollte mit aller Macht mit den hinter mir drängenden Sandspezialisten mithalten und habe mich dabei total verkalkuliert. Das angeschlagene Tempo war derart hoch und über meinen Verhältnissen, so dass ich am Ende die Zeche zahlen musste. Ich habe nur noch gegen das Motorrad und die Strecke gearbeitet und gekämpft. Dabei hätte ich genau das Gegenteil tun müssen um erfolgreich zu sein. Die Top-Ten wären schon machbar gewesen, aber dafür gibt es jetzt auch nix. Ich kann nur daraus lernen und es in Zukunft besser machen.“

Im Zwischenklassement ist Jacobi vor der abschließende EMX-Runde im belgischen Lommel auf Rang vierzehn platziert.

Resultate und Ergebnisse unter:  www.mxgp.com