Top-10 mit starker Leistung erkämpft

HenryJacobi_Gaildorf@SteveBauerschmidt

Zum Finale des ADAC MX Masters 2015 ging es für Henry Jacobi vom KTM Sarholz Racing Team in den fränkisch geprägten Nordosten Baden-Württembergs nach Gaildorf. Hatten auf der legendären Rennstrecke „Auf der Wacht“ bereits in der Vergangenheit zahlreiche international hochkarätige Rennläufe stattgefunden, so gab es in diesem Jahr eine Premiere und der veranstaltende MSC Gaildorf richtete zum ersten Male ein Finale zum ADAC MX Masters aus. Bei guten äußeren Bedingungen fanden sich knapp sechzehntausend Besucher ein und gaben dem Meisterschaftsfinale einen würdigen Rahmen. Henry Jacobi, in der Vergangenheit in den Nachwuchsklassen in Gaildorf bereits sehr erfolgreich unterwegs, war die Zielsetzung fürs Wochenende klar. Auf Rang zwölf im Zwischenklassement angereist, sollte der Sprung in die Top-10 der Abschlusstabelle gelingen.

Für Henry Jacobi hatte es das Renn-Wochenende an der Kocher mehr als in sich. Da das 18-jährige Talent aus Thüringen wie gehabt mit seinem MX2 WM-Bike ans Startgatter rollte, hatte es auf der Gaildorfer Rennstrecke mit ihren enormen Höhenunterschieden schwer gegen die, durchweg mit hubraumstärkeren Bikes startende, Konkurrenz zu kämpfen. Der ehemalige Junioren-Weltmeister stellte sich der Herausforderung mit gewohntem Kampfgeist und löste die schwierige Aufgabe mit Bravour. Bereits in der samstäglichen Qualifikation zeigte er eine ansprechende Leistung und ließ sich die achtschnellste Rundenzeit notieren. In den Rennläufen am Sonntag zeigte er dann den gewohnten Biss, fightete in beiden Rennen über die gesamte Renndistanz mit vollem Einsatz und wurde im Ziel mit den Rängen elf und zwölf belohnt. In der Tageswertung kam so der zwölfte Rang heraus, aber viel mehr zählte das Endklassement. Mit der starken Vorstellung von Gaildorf sprang der, vom ADAC Hessen-Thüringen geförderte, Bad Sulzaer noch auf Gesamtrang zehn in die Top-10 und zog zufrieden Fazit:

„Das war heute absolut ok. Mein Ziel, den Sprung in die Top-10, habe ich erreicht und das zählt. Mit dem MX2 Bike ist das Ganze nicht so einfach, aber ich will nicht jammern. Schließlich habe ich mir das bewusst so ausgesucht und kann gut damit umgehen. Sicherlich ist es an der ein oder anderen Stelle frustrierend, gerade beim Start ist das so ein Thema. Beide Male war ich optimal aus dem Gate, aber auf der extrem tief aufgegrubberten Startgeraden zogen die 450er Bikes einfach so von dannen. Die Zweikämpfe, gerade in der Anfangsphase, sind sehr anspruchsvoll, denn da sind alle Konkurrenten noch frisch und wollen auf keinen Fall Boden preisgeben. Dafür habe ich in der Schlussphase meine gute Fitness komplett ausgespielt, das Tempo hochgehalten und noch einige Plätze gutgemacht. Schön, dass es mit den Top-10 so noch geklappt hat. So hat eine Masters-Saison mit Höhen und Tiefen für mich einen versöhnlichen Abschluss gefunden.“

Resultate und Ergebnisse unter: www.adac-mx-masters.de